Der Windpark EnBW Windpark Baltic 1 ist als erster deutscher Offshore-Windpark komplett bis zum Einspeisepunkt genehmigt. Zugleich ist durch das technische Konzept einer gemeinsamen Netzanbindung mit dem Offshore-Windpark EnBW Windpark Baltic 2 (ehemals Kriegers Flak) auch der Netzanschluss dieses Projektes vollständig gesichert.
Das Vorhaben EnBW Windpark Baltic 1 bietet insbesondere der einheimischen Industrie in M-V, bedingt durch seine relativ geringe Wassertiefe und territoriale Lage sowie die moderate Anlagenanzahl ideale Bedingungen, vorhandenes Wissen und entwickeltes Know-How anzuwenden und sich damit für den Offshore-Markt zu qualifizieren. Dies gilt nicht nur für den Vorhabensträger im Bereich der Planung, Projektierung, Koordinierung der Bauausführung/ Bauüberwachung, der kaufmännischen und technischen Betriebsführung von Offshore-Windparks, sondern ebenso für Hersteller wie die NORDEX AG und andere, die in M-V Windenergieanlagen produzieren und somit Arbeitsplätze im Land erhalten und neue schaffen.
Darüber hinaus leistet das Vorhaben einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Der Offshore-Windpark EnBW Windpark Baltic 1 wird jährlich ca. 200 Mio kWh "sauberen" Strom erzeugen, was einer jährlichen Energiemenge für die Versorgung von ca. 57.000 Hauhalten entspricht.
Projektdaten
Antrag und Genehmigung für die Installation von 21 Turbinen - 16-19m Wassertiefe
- Genehmigungsprozess nach dem BImSchG (innerhalb der 12 sm-Zone)
- Alle Genehmigungen erhalten (März & August 2006)
- Umgenehmigung für eine geänderte Turbinenkonfiguration läuft
- Liefervertrag mit Nordex für Turbinen der 2,5 MW - Klasse
- Memorandum-of-Understanding für die Installation der Fundamente mit Ballast Nedam
- Reservierungsvereinbarung mit A2Sea bezüglich Installation der Anlagen
Netzanschluss
- Sowohl die See- als auch die Landkabeltrasse wurden bereits komplett genehmigt
- Als Netzanschlusspunkt ist das Umspannwerk Bentwisch nahe Rostock vorgesehen
- Für den Transport der erzeugten erneuerbaren Energie soll eine Drehstromkabel mit 150 kV genutzt werden
- Verantwortlicher Netzbetreiber ist Vattenfall
