Für Bau und Betrieb des Windparks „BARD Offshore 1“ sowie für Service und Wartung wird die BARD Engineering GmbH eine eigene Spezial-Hubplattform mit integriertem Jack-Up System und Großkran einsetzen. Die Plattform kann ein komplettes Fundament oder ein Windrad samt Turm, Gondel und Rotoren aufnehmen und hat neben dem Kran auch eine schwere Ramme für das Setzen der Fundamentpfähle an Bord.
Zum Anschluss an das allgemeine Versorgungsnetz hat die BARD Engineering GmbH mit Experten der Hochspannungsübertragungstechnik ein eigenes Anschlusskonzept entwickelt. Die Verantwortung für die Umsetzung sitzt nun bei der E.ON AG.
Die einzelnen Windkraftanlagen werden durch Mittelspannungskabel bündelweise vernetzt, mit denen der erzeugte 33.000-Volt-Drehstrom abgeführt wird. Diese Cluster fassen bis zu acht Anlagen zusammen und sind wiederum mit dem Herzstück des Kraftwerkes, der Energieplattform verbunden. Die Energieplattform sammelt den regenerativ erzeugten Strom und wandelt ihn auf höhere Spannung. Diese Umwandlung reduziert den elektrischen Verlust während des Energietransports, der von der Stärke des Stroms abhängig sind.
Anschließend wird die elektrische Energie über rund 100 Kilometer Seekabel und 80 Kilometer Kabel zum allgemeinen Versorgungsnetz transportiert. Der Einspeisepunkt liegt bei Diele in der Nähe von Weener in Ostfriesland.
Eine besondere Herausforderung ist die Querung der Insel Norderney für die ein innovatives Konzept entwickelt wurde, wie über eine sehr eng begrenzte Kabeltrasse alle Pilotvorhaben der Offshore-Windkraft in der westlichen Nordsee über die Insel geführt werden können.
Der Betrieb des Offshore-Feldes soll aus einer Leitstelle in Emden überwacht werden. Im Feld selbst wird zusätzlich eine ständig bemannte Wartungsplattform errichtet. Außerdem werden wir dort ein Serviceschiff stationieren.


