Die Technik
Die Anforderungen an Windenergieanlagen für den Offshore-Einsatz unterscheiden sich gegenüber denen von Landanlagen. Deutlich höhere Kosten für die Gründung und die Netzanbindung erfordern hier aus wirtschaftlichen Gründen den Einsatz von möglichst leistungsstarken Anlagen im Multi-Megawattbereich.
Wie andere Offshore-Anlagen auch, sind Offshore-Windenergieanlagen stärksten äußeren Belastungen ausgesetzt. Hierbei überlagern sich Belastungen aus Wind, Wellen und Eis mit außergewöhnlichen Korrosionsbedingungen.
Da die einzusetzenden technischen Systeme instand gehalten werden müssen, spielt auch deren gute Zugänglichkeit eine wichtige Rolle. Nur die Berücksichtigung aller Einflußfaktoren über den gesamten Lebenszyklus der Offshore-Systeme wird zu einem ökologisch und ökonomisch optimalen Ergebnis führen.
In dem Windpark sollen 50 Windenergieanlagen der 2-3 MW-Klasse (ca. 80-90m Rotordurchmesser und 70-75m Nabenhöhe) eingesetzt werden. Für diese Anlagen liegen bereits umfangreiche Erfahrungen im Einsatz on- wie offshore vor.
Die Ableitung des erzeugten Stroms erfolgt von einer zentralen Plattform über ein 110kV Drehstrom-Seekabel-System. Die Netzanbindung ist im Umspannwerk bei Bentwisch (Mecklenburg-Vorpommern) geplant.
Sicherheitsaspekte wie z.B. die Schiffssicherheit werden bei der technischen Planung auf Basis der neuesten Erkenntnisse berücksichtigt.
Das Planungsgebiet für den Windpark mit einer Nennleistung von 100 MW liegt im Zentrum der Mecklenburger Bucht. Die ursprüngliche Planung sah 64 Anlagen mit einer Nennleistung von 1,5 MW auf einem Gebiet nahe der Sagas-Bank vor.