Der geplante Offshore-Windpark Borkum Riffgrund West befindet sich ca. 50 km nordwestlich von Borkum und besteht in der Endausbaustufe aus 123 Windenergieanlagen (WEA) auf einer Fläche von 68,5 km². Am Standort beträgt die Wassertiefe ca. 30 m. In einem ersten Schritt soll auf einer Fläche von 33 km² eine Pilotphase mit 80 WEA errichtet werden. Hierfür liegt bereits seit dem 24.02.2004 die Genehmigung des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) zum Bau und Betrieb der Windenergieanlagen einschließlich Nebenanlagen, wie der parkinternen Verkabelung und einer Umspannanlage, vor. Der geplante Baubeginn ist 2014.
Bis heute hat Energiekontor AG verschiedene Gutachten in Auftrag gegeben, die zum einen für den Erhalt der Errichtungsgenehmigung relevant waren (insbesondere für die Umweltverträglichkeitsstudie) und zum anderen wurden alle Gutachten und Untersuchungen, die als Basis für die Dimensionierung der Gründungsstrukturen unerlässlich sind, im Auftrag Energiekontors erstellt bzw. durchgeführt.
Dieses sind die Baugrunduntersuchung, ein Windgutachten, eine hydrographische Standortanalyse und eine Studie über die geophysikalischen Bedingungen der Windparkfläche.
Mit der Ausbauphase sollen im zweiten Schritt 43 WEA auf einer Fläche von ca. 35,5 km² errichtet werden.

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Abb. Aufstellungskonzept OWP Borkum Riffgrund West Pilotphase |
Der geplante Offshore-Windpark Borkum Riffgrund West befindet sich ca. 50 km nordwestlich von Borkum in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ). Die Windparkfläche gehört zum Teilgebiet 1 der Eignungsgebiete nördlich von Borkum. Die Eignungsgebiete wurden durch das BMVBS (Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung) ausgewiesen und regeln eine vorrangige Nutzung der Fläche durch die Windenergie. Das Plangebiet ist durch seinen großen Abstand zur Küste von Land aus nicht sichtbar. Somit werden touristische Belange nicht beeinträchtigt.
Das Gebiet hat ferner keine herausragende Bedeutung für die kommerzielle Fischerei und wird auch nicht für militärische Zwecke genutzt. Der Windpark liegt in hinreichend großem Abstand zu den Verkehrstrennungsgebieten "German Bight Western Approach" und "Terschelling German Bight". Zudem sieht das parkeigene Sicherheitskonzept eine großräumige Beobachtung des umgebenden Seegebietes vor.
Zur Klärung der Eignung in naturschutzfachlicher Hinsicht wurden seit April 2001 umfangreiche Untersuchungen für eine Umweltverträglichkeitsstudie durchgeführt. Zu diesem Zweck wurde von EnergieKontor eigens ein Forschungsschiff erworben, die MS La Cour. Untersucht wurde der Status des Projektgebietes hinsichtlich der Schutzgüter Benthos (bodenlebende Organismen), Fischfauna, Vögel und Meeressäuger. Während der Bau- und Betriebsphase werden im Rahmen eines vorher festgelegten Monitoring-Programms (in Fortführung der derzeitigen Untersuchungen) die Auswirkungen des Windparks auf die vorhandene Fauna festgehalten.