offshore forum windenergie

Butendiek

Projektträger

Butendiek Offshore Windpark GmbH & Co KG

c/o SSE Renewables Germany GmbH

Große Elbstraße 47
D-22767 Hamburg

Fon: +49 40 80 900 8125
Fax: +49 40 80 900 8129

www.sserenewables.com

 

Ansprechpartner:

Martin Huss
Managing Director

Martin.Huss(at)sserenewables.com

Projektbeschreibung

Vom Land aufs Wasser

Bohrinsel und Adler VIIDie Energieerzeugung aus Wind hat in den letzten Jahren einen Boom erlebt. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen und der enorme technische Fortschritt haben die Stromversorgung aus Wind zu einer attraktiven Zukunftsbranche werden lassen.
In Schleswig-Holstein werden zur Zeit ca. 16,5% des Strombedarfs mit Windenergieanlagen gedeckt. Allerdings sind inzwischen fast alle geeigneten Flächen erschlossen worden. Für den angestrebten weiteren Ausbau der Windenergienutzung ist daher der Schritt vom Land aufs Wasser notwendig. Hier können leistungsfähigere Anlagen auf relativ großer Fläche errichtet werden. Außerdem lässt das hervorragende Windangebot auf See höhere Energieerträge erwarten als an Land.

Aus der Region - für die Region

Als sich die Windenergie Anfang der 90er Jahre zu etablieren begann, entstand in Nordfriesland zeitgleich die Idee des Bürger-Windparks: Innerhalb eines Dorfes bzw. einer Region haben sich viele Bürger zu einer Gesellschaft zusammengeschlossen, um gemeinsam die Planung und den Bau eines Windparks voranzutreiben. Nach dem Motto "Gemeinsam sind wir stark" wurden damit insbesondere in den ländlichen Räumen Schleswig-Holsteins Investitionen möglich, wie sie in diesen meist wirtschaftsschwächeren Regionen eher selten sind.

Akzeptanz in der Region

Die Geschäftsführung liegt in den Händen von Gesellschaftern, d. h. Geschäftsführung und Gesellschafter haben die gleichen Interessen. Daher werden die Kosten für die gesamte Planung und Projektierung vergleichsweise gering gehalten. Durch die breite Beteiligungsstruktur bleibt die Wertschöpfung des Bürger-Windparks in hohem Masse vor Ort und erhöht die Akzeptanz sowohl in der Bevölkerung als auch bei den örtlichen, politischen und wirtschaftlichen Gremien. Steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten spielen bei klassischen Bürger-Windparks keine Rolle, vielmehr stehen wirtschaftliche und ökologische Aspekte im Vordergrund.

Agenda 21

In der auf Nachhaltigkeit ausgelegten Agenda 21 wird u. a. die Bürgerbeteiligung gefordert, um langfristig die Energiewende zu unterstützen. In den Bürger-Windparks wird diese Forderung in Form der finanziellen Beteiligung in idealer Weise erfüllt. Dem in der Agenda 21 geforderten sozialen Aspekt wird dadurch Rechnung getragen, dass die Anteilsgröße für Normalbürger tragbar ist.

Vorbild Dänemark

Horev DänemarkDass die Übertragung der Idee des Bürger-Windparks auf die neue Dimension eines Offshore-Windparks gelingen kann, zeigt ein erstes großes Projekt in Dänemark, wo zur Zeit in der Ostsee vor Kopenhagen 10 Windenergieanlagen errichtet worden sind, an denen 8.300 Bürger beteiligt sind.

Unser Ziel

...ist die Umsetzung einer Projektidee, die in Dänemark schon heute Wirklichkeit ist! Mit der Beteiligung von bis zu 20.000 Bürgern wollen wir gemeinsam die Planung betreiben, um nach Erteilung der Baugenehmigung in der Nordsee den Offshore-Bürger-Windpark Butendiek zu realisieren.

 

Projektstandort

Der geplante Standort des Offshore-Bürger-Windparks Butendiek befindet sich in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) nahe der deutsch-dänischen Grenze, ab etwa 34 km westlich von Sylt. Die Wassertiefen im Planungsgebiet betragen im Durchschnitt 20 Meter.

Bei den Windenergieanlagen (WEA) wird es sich um Anlagen mit einer Nennleistung zwischen 3 und 3,6 MW handeln. Mit der Firma Vestas waren im Jahr 2003 schon Vorverträge über die Lieferung von 80 WEA zu je 3 MW abgeschlossen worden. Diese Vorverträge mussten im Laufe des Jahres 2005 in Folge von Preissteigerungen und Finanzierungsschwierigkeiten wieder aufgelöst werden. Vorteil: durch die Entwicklung bei den WEA können wir die vorgesehene Leistung für Butendiek von 240 MW auf bis zu 300 MW erhöhen

Die Fundamente für die 80 WEA werden so genannte Monopiles (Stahlrohre) sein. Diese werden ca. 25 bis 30 m tief in den Boden eingebracht und haben bei einer Gesamtlänge von ca. 50-60 m ein gewicht von jeweils ca. 400 Tonnen.

Mit der Firma F+Z (Tochtergesellschaft des international anerkannten Baukonzerns Bilfinger Berger) wurde auf der Hannover-Messe 2004 ein entsprechender Vorvertrag unterzeichnet.

Die erzeugte Energie soll als Hochspannungsstrom per Seekabel abgeführt und in das 380-KiloVolt-Netz der e.on bei Böxlund eingespeist werden. Die Machbarkeit des Vorhabens ist in einer Studie bereits untersucht und bestätigt worden.

Zur Zeit werden die verschiedenen Bereiche des Netzanschlusse vom Windpark über die Insel Sylt durch das Wattenmeer und an Land mit Lieferanten, Landeigentümern, Genehmigungsbehörden und dem Stromabnehmer e.on Netz GmbH endverhandelt.

Der Beschluss der Bundesregierung vom Oktober 2006 die Netzanbindungskosten für Offshore-Windparks nicht mehr den Projektierern, sondern dem zuständigen regionalen Netzbetreiber aufzulegen, schafft eine neue, verbesserte Situation für Butendiek. Die Investitionskosten werden sich dadurch um bis zu ca. 20% verringern. Auf der anderen Seite liegt die Verantwortung und damit die Planungshoheit nicht mehr in Händen von Butendiek, sondern der e.on Netz GmbH. Die konkreten Auswirkungen auf unser Projekt werden zur Zeit analysiert.

Das Planungsgebiet liegt in einem von der Europäischen Union vorgeschlagenen Vogelschutzgebiet sowie in der Nähe des Schweinswalschutzgebietes. Für die Prüfung der Umweltbelange und die Sicherung des Naturschutzes ist eine umfangreiche Umweltstudie erstellt worden.

 

zum Seitenanfang