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DanTysk

Projektträger

Dan Tysk Offshore Wind GmbH

c/o Vattenfall Europe Windkraft GmbH
Überseering 12
22297 Hamburg

Fon: 040 – 63 96 - 30 05
Fax: 040 – 63 96 - 33 10

info(at)vattenfall.de

www.vattenfall.de

 

Ansprechpartner:

Holger Grubel

holger.grubel(at)vattenfall.de

Projektbeschreibung

Die Strategie

GEO Gesellschaft für Energie und Oekologie mbH plant seit 1999 den Offshore-Windpark DanTysk. Der geplante Windpark liegt außerhalb der Sichtweite, 50 km westlich vor Sylt in der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) direkt an der Grenze zu Dänemark. Der aus dem Dänischen abgeleitete Name "DanTysk" setzt sich aus "Dan" für Danmark und "Tysk" für Tyskland (Deutschland) zusammen. So drücken sich auch schon im Namen die länderverbindenden und grenzüberschreitenden Chancen dieses Vorhabens aus. Wie in Dänemark soll auch in Deutschland mit der Nutzung der Offshore-Windenergie ein wesentlicher Beitrag zur Umsetzung der Klimaschutzziele geleistet werden. Die Lage des geplanten Windparks an der deutsch-dänischen Grenze wurde deswegen bewußt vor dem Hintergrund gemeinsamer Interessen zur Nutzung von Erfahrungen und Synergien gewählt. Im Hinblick auf die Finanzierung plant GEO ein vergleichbares Vorgehen wie bei ihren erfolgreich realisierten Projekten an Land: Ein Teil des Windparks könnte der Beteiligung von Bürgern offen stehen, um damit die Wertschöpfung regional und gerecht zu streuen.

Die technischen Anforderungen an die Windenergieanlagen, die Fundamente und die Netzanbindung an das Land sind in der rauhen Umgebung der Nordsee enorm. Daher sollen zunächst Erfahrungen in dem ebenfalls von GEO geplanten Ostsee-Windpark "SKY 2000" und in dessen integrierten Testfeld für Multimegawattanlagen gesammelt werden. Diese Strategie der kleinen Schritte erlaubt eine sichere Annäherung an die Herausforderungen und Chancen des Windpark-Projektes DanTysk. In diese Strategie sind auch die nachhaltigen Innovationen von morgen bereits eingebunden: Die Nutzung der Windenergie zur Produktion von Wasserstoff, dem umweltfreundlichen Kraftstoff für eine saubere Zukunft.

Das Projekt

Der geplante Windpark DanTysk umfaßt eine Fläche von 600 km² und soll mit 300 Windenergieanlagen der 5-MW Klasse bestückt werden.

Damit weist der Windpark eine Gesamtleistung von 1500 MW auf und wird knapp 5000 GWh Strom produzieren. Das entspricht dem Anderthalbfachen eines Steinkohle-Mittellastkraftwerks. Unsere Umwelt wird somit neben vielen anderen schädlichen Stoffen um ca. 3 Mio. Tonnen CO2 entlastet. Die erzeugte Jahresmenge reicht aus, um ca. 1,4 Mio. Haushalte mit umweltfreundlichem Strom zu versorgen.

Die erste Baustufe im Zentrum des Planungsgebietes soll im Jahre 2005 in Betrieb genommen werden. Sie umfaßt 80 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 400 MW.

weitere Informationen zum Projekt

 

Projektstandort

DanTysk KarteDer Planungsraum

Die Auswahl des beplanten Standortes erfolgte auf Grundlage einer umfangreichen Bestandsaufnahme, die besonders die ökologischen Schutzräume und die anthropogenen Nutzungen in der Deutschen Bucht berücksichtigte. Dafür wurden die Daten mit einem Geographischen Informationssystem (GIS) zusammengeführt und so der aus heutiger Sicht beste Standort ermittelt. Als Nutzung flossen z.B. auch die Interessen der Tourismuswirtschaft hinsichtlich einer ausreichenden Distanz zu unseren Stränden ein. Die wind- und strömungsabgewandte Lage westlich der Schifffahrtswege ergibt sich aus der angestrebten Minimierung des Risikos einer Kollision.

Mittlerweile wurde der von GEO identifizierte Planungsraum auch in dem Anfang 2002 veröffentlichten Strategiepapier der Bundesregierung als potentielles Eignungsgebiet eingestuft.

 

 

Umweltverträglichkeit

Zur Zeit werden weitere ausführliche Untersuchungen durchgeführt, um zu einer fundierten Beurteilung über die Eignung des Planungsraumes zur Windenergienutzung zu gelangen. Hierzu wird auch die von der Bundesregierung finanzierten Messplattform beitragen, deren Errichtung im Planungsgebiet der 1. Baustufe Anfang 2003 geplant ist.

Technik

Aus der besonderen Gewichtung der ökologischen Belange bei der Standortwahl ergeben sich eine große Entfernung zur Küste und beträchtliche Wassertiefen von bis zu 30 m. Daraus leiten sich in der ohnehin harschen Nordsee hohe Anforderungen an die Technik ab.

Die geplanten 5-MW Windenergieanlagen werden eine maximale Gesamthöhe von 150 m und einen Durchmesser der Rotoren von ca. 110 m haben. Gegründet werden die Windenergieanlagen voraussichtlich auf dreibeinigen Tripod-Fundamenten. Diese Rahmentragwerke werden durch Stahlpfähle, die in den Meeresgrund getrieben werden, verankert. Für die Betriebsführung des gesamten Windparks werden umfangreiche Fernüberwachungs- und Sicherheitssysteme implementiert.

Der produzierte Strom der ersten Baustufe wird nach den derzeitigen Planungen in einer Offshore-Transformatorstation auf 145 kV umgewandelt und verlustminimiert als Drehstrom ohne elektromagnetische Störfelder über ein Seekabel angelandet.

 

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