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Schalthoff Live: Energie der Zukunft - Zukunft ohne Energie?

Schalthoff Live Hamburg 2057 - Energie Teil1 - hamburg1video

Schalthoff Live - Video Teil 1
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Aufzeichnung der Diskussionsrunde um erneuerbare Energie auf Hamburg 1 Live. Teilnehmer: Jörg Kuhbier (OFW), Stefan Schurig (Weltzukunftsrat), Rüdiger Kruse (CDU), Dietrich Graf (Vattenfall).

DanTysk

Projektträger

DanTysk Offshore Wind GmbH

c/o Vattenfall Europe Windkraft GmbH
Überseering 12
22297 Hamburg

Fon: 040 – 2718 - 2002
Fax: 040 – 2718 - 2050

info(at)vattenfall.de

www.vattenfall.de/windkraft

www.dantysk.de

www.swm.de

 

Ansprechpartner:

Felix Würtenberger

felix.wuertenberger(at)vattenfall.de

Tel: +49 40 2718 2003

 

Projektbeschreibung

Gemeinsam mit den Stadtwerken München (SWM) bereitet Vattenfall die Realisierung des Offshore-Windparks DanTysk vor. Er liegt in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) direkt an der Grenze zu Dänemark. DanTysk ist das erste kommerzielle Offshore-Projekt Vattenfalls in der deutschen Nordsee. Die Erfahrungen aus der Beteiligung am Testfeld „alpha ventus“ sind dabei enorm wertvoll.

Für die Umsetzung des Projekts wurde das Joint Venture DanTysk Offshore Wind GmbH gegründet, an dem Vattenfall 51 Prozent und die SWM 49 Prozent der Anteile halten. Vattenfall wird für den Bau und den Betrieb des Windparks verantwortlich zeichnen. Das Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf über eine Milliarde Euro.

Der aus dem Dänischen abgeleitete Name "DanTysk" setzt sich aus "Dan" für Danmark und "Tysk" für Tyskland (Deutschland) zusammen. So drücken sich auch schon im Namen die länderverbindenden und grenzüberschreitenden Chancen dieses Vorhabens aus. Wie in Dänemark soll auch in Deutschland mit der Nutzung der Offshore-Windenergie ein wesentlicher Beitrag zur Umsetzung der Klimaschutzziele geleistet werden.

Auf einen Blick

  • DanTysk Offshore Wind GmbH: Joint Venture von Vattenfall (51 Prozent), SWM (49 Prozent)
  • Lage: 69 Kilometer westlich der Insel Sylt in der Ausschließlichen Wirtschaftszone Deutschlands (AWZ)
  • Fläche: 71 Quadratkilometer
  • Wassertiefe: 21 bis 31 Meter
  • Turbinen: 80 Windenergieanlagen mit je 3,6 Megawatt von Siemens (Rotordurchmesser: 120 Meter, Gesamthöhe 150 Meter)
  • Leistung: 288 MW
  • Voraussichtliche Inbetriebnahme: 2013/2014

 

weitere Informationen zum Projekt

 

Das Projekt

Der Windpark DanTysk soll 69 Kilometer westlich von Sylt in der deutschen Nordsee errichtet werden. Ziel ist es, auf einer Fläche von 71 Quadratmetern 80 Offshore-Windkraftanlagen in bis zu 31 Metern Wassertiefe zu verankern. Die 3,6 Megawatt (MW) starken Offshore-Anlagen mit einem Rotordurchmesser von 120 Metern wird Siemens liefern. Von der Wasserlinie bis zur höchstmöglichen Rotorspitze ragen die Windkraftanlagen 150 Meter in die Höhe und sind damit fast so hoch wie der Kölner Dom (157 m).

Die Gesamtleistung des Windparks summiert sich auf 288 MW. Pro Jahr werden damit etwa 1.300 GWh Strom produziert. Diese Menge reicht aus, um bis zu 400.000 Haushalte mit umweltfreundlichem Strom zu versorgen und unsere Umwelt um ca. 580.000 Tonnen CO2 zu entlasten. Das entspricht 2,7 Mrd. weniger gefahrene Auto-Kilometer, eine Strecke, fast 70 mal so lang wie der Äquator.

Projektstandort

DanTysk PlanungsgebietDie Auswahl des Planungsgebietes erfolgte auf Grundlage einer umfangreichen Bestandsaufnahme, die insbesondere die ökologischen Schutzräume und die anthropogenen Nutzungen in der Deutschen Bucht berücksichtigte. Dafür wurden die Daten mit einem Geographischen Informationssystem (GIS) zusammengeführt und so der aus heutiger Sicht beste Standort ermittelt. Als Nutzung flossen z.B. auch die Interessen der Tourismuswirtschaft hinsichtlich einer ausreichenden Distanz zu unseren Stränden ein. Die wind- und strömungsabgewandte Lage westlich der Schifffahrtswege ergibt sich aus der angestrebten Minimierung des Risikos einer Kollision.

Umweltverträglichkeit

Um beim Bau und Betrieb des Offshore-Windparks DanTysk eine größtmögliche Rücksichtnahme auf die maritime Flora und Fauna zu gewährleisten, werden auch nach der Standortermittlung weitere Untersuchungen durchgeführt.
Große Aufmerksamkeit wird auf die Reduktion des auftretenden Schalls beim Rammen der Pfähle gelegt. Geeignete Maßnahmen werden schon im Vorwege untersucht, um zukünftig die Errichtung der Windparks nach Gesichtspunkten der Umweltverträglichkeit optimieren zu können.
Das ökologische Begleitmonitoring wird unter anderem durch Untersuchungen zu den Wind- und Wellenverhältnissen, den Meeresströmungen und dem Schiffsverkehr ergänzt.
Für diese Untersuchungen wurde 2009 die Messplattform FINO3 im Planungsgebiet von DanTysk in Betrieb genommen. Sie wird von der Forschungs- und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel GmbH betrieben.

Die Technik

Aufgrund der ökologischen Belange bei der Standortwahl ergeben sich eine große Entfernung zur Küste und beträchtliche Wassertiefen von bis zu 31 Metern. Daraus leiten sich in der ohnehin harschen Nordsee hohe Anforderungen an die Technik ab.

Dem erhöhten Salzgehalt der Luft muss mit effektivem Korrosionsschutz begegnet werden. damit die Anlage den Belastungen während der auf 20 Jahre angelegten Laufzeit standhalten kann.
Bis zu 18 Meter hohe Wellen wirken zusätzlich auf die Anlage ein. Dies macht eine stabile Verankerung im Boden erforderlich. 900 t schwere Monopile-Fundamente mit einem Durchmesser von sechs Metern werden mit Stahlpfählen, die 35 m tief in den Meeresgrund getrieben werden, verankert.

Das Installationsschiff

Zum Transport und zur Errichtung der 80 Siemens-Windkraftanlagen wird das für den Projektzeitraum weltgrößte Installationsschiff der dänischen Reederei Swire Blue Ocean (SBO) eingesetzt.
Das moderne Schiff mit seinem speziellen Design kann nahezu wetterunabhängig und nach neusten Sicherheitsstandards operieren. Es verfügt über einen eigenen Antrieb mit bis zu 13 Knoten und kann zeitgleich 12 Windturbinen mit vormontierten Türmen transportieren. Mit einer verbesserten Standsicherheit durch das Aufsetzen von sechs Beinen und einer Jackingfunktion für Wassertiefen bis zu 75 m kann das Installationsschiff auch bei einer signifikanten Wellenhöhe von 2,5 m und Windgeschwindigkeiten bis zu 20 m/s die Turbinen auf die Fundamente in der Nordsee setzen.

Umspannwerk und Netzanschluss

Das 155/33-Kilovolt-Offshore-Umspannwerk für den Windpark wurde von einem Konsortium von Strukton und Hollandia geliefert und installiert. Vom Umspannwerk wird der Strom der 80 Anlagen des Windparks DanTysk zur Konverterplattform SylWin alpha des Übertragungsnetzbetreibers TenneT weiter geleitet, wo die Umwandlung in verlustarmen Gleichstrom erfolgt. Von hier wird der Strom über ein rund 205 Kilometer langes See- und Landkabel an das Festland gebracht und im Umspannwerk in Büttel (Schleswig-Holstein) in das deutsche Höchstspannungsnetz eingespeist.

Die geplante Inbetriebnahme

Nach jetzigem Planungsstand sollen die ersten Turbinen im Jahr 2014 in Betrieb gehen, die komplette Fertigstellung des Windparks wird für den Winter 2014 / 2014 erwartet.
Umfangreiche Fernüberwachungs- und Sicherheitssysteme werden implementiert, um einen effizienten Betrieb sicher zu stellen.

 

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