Die RWE Innogy GmbH plant im Bereich der Ausschließlichen Wirtschaftszone der deutschen Nordsee den Bau und den Betrieb des Windparks Nordsee Ost. Geplant sind 48 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von je 6,15 Megawatt auf sogenannten Jacket-Fundamenten zu errichten. Mit einer Gesamtleistung von rund 295 Megawatt wird dieser Windpark eine Energiemenge von ca. 1.100.000 Megawattstunden jährlich erzeugen, was den Strombedarf von etwa 300.000 Haushalte deckt.
Dieses Projekt wurde unter dem Namen Nordsee Ost von der Essent N. V. entwickelt und 2009 von der RWE Innogy GmbH zu 100 Prozent übernommen. Die Genehmigung durch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie wurde 2004 erteilt. Mit dem Bau des Windparks wird in 2011 gerechnet; die Inbetriebnahme ist für 2012 geplant.
Als eines der Leuchtturmprojekte im Bereich der erneuerbaren Energien in Europa
unterstützt die Europäische Union die Realisierung von Nordsee Ost mit insgesamt
50 Millionen Euro. Die EU-Förderung erfolgt im Rahmen des European Energy
Programme for Recovery (EEPR).
Das Planungsgebiet befindet sich etwa 30 Kilometer nördlich von Helgoland und etwa 35 Kilometer westlich der nordfriesischen Insel Amrum. Der Standort liegt außerhalb des Hauptfahrwassers der Seeschifffahrt, militärischer Übungsgebiete sowie der Seevogelschutzgebiete. Bei Bodenuntersuchungen wurde fast ausschließlich Sand erbohrt. Damit ist der Untergrund hervorragend für den Bau von Windkraftanlagen geeignet. Der Windpark hat eine Fläche von rund 24 Quadratkilometern, die sich durch eine Wassertiefe von 22 bis 25 Metern auszeichnet.