Offshore Windenergie
Zukunft der Windenergienutzung in Deutschland und Europa
Nach Schätzungen der European Wind Energy Association (EWEA) werden in Europa noch in diesem Jahrzehnt 10.000 Megawatt Offshore-Leistung installiert, bis 2020 sollen es dann 70.000 MW sein. Bereits heute drehen sich vor den Küsten Dänemarks, Schwedens, Großbritanniens und Irlands die Rotoren von über 300 Anlagen mit zusammen 600 MW.
Und auch in Deutschland ist der Startschuss gefallen: 40 Projekte sind in Nord- und Ostsee beantragt. Davon sind bereits 21 Projekte genehmigt, realisiert sind bisher jedoch nur zwei Testanlagen bei Emden (Enercon E112, 4,5 MW-Anlage) sowie bei Rostock (2,3 Megawatt Anlage von der Firma Nordex). Der deutsche Rückstand in Sachen Offshore erklärt sich durch ein aufwändiges Genehmigungsverfahren und hohe Umweltauflagen. Um Auswirkungen auf das Landschaftsbild auszuschließen, werden die Offshore-Windparks - im Gegensatz zu skandinavischen und britischen Projekten - weit vor der Küste in bis zu 40 Meter tiefem Wasser errichtet. Die technischen Anforderungen (Turmbau, Kabellegung, Wartung) sind hierbei um ein Vielfaches höher als beim Bau von Anlagen direkt vor der Küste.
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